Einleitung
Die folgende Tabelle liefert einen kompakten Überblick über die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Computerspeicher – von den frühen Lochkarten und Magnetkern‑Speichern bis zu modernen DDR5‑Modulen und aufkommenden Quanten‑RAM‑Technologien. Sie zeigt, wie steigende Dichte, Geschwindigkeit und Energieeffizienz die Leistungsfähigkeit von Rechnern kontinuierlich verbessert haben.
| Jahr | Meilenstein | Beschreibung |
|---|---|---|
| 2024 | DDR5‑LPDDR5X | Höchste Bandbreite ≈ 8,4 GB/s pro Kanal, stark reduzierter Stromverbrauch für mobile Geräte. |
| 2022 | HBM3 (High‑Bandwidth Memory) | 3‑D‑Stack‑Speicher mit bis zu 819 GB/s Gesamtdatenrate, ideal für KI‑Beschleuniger. |
| 2020 | MRAM‑Kommerzialisierung | Magnetoresistiver RAM wird in Enterprise‑Servern eingesetzt, bietet nichtflüchtigen, schnellen Speicher. |
| 2019 | 3‑D‑NAND‑Flash (TLC/QLC) | Dreidimensionale NAND‑Zellen ermöglichen > 1 TB SSDs, senken Kosten pro GB. |
| 2017 | Optane (3D‑XPoint) | Intel‑Micron‑Kollaboration liefert nichtflüchtigen Speicher mit DRAM‑ähnlicher Latenz. |
| 2015 | DDR4‑Standard | Datenraten bis 3200 MT/s, verbesserte Energieeffizienz gegenüber DDR3. |
| 2014 | LPDDR4 (Mobile) | Doppelte Bandbreite gegenüber LPDDR3, optimiert für Smartphones/Tablets. |
| 2011 | SSD‑Durchbruch (SATA III) | Solid‑State‑Drives erreichen 600 MB/s, ersetzen HDDs im Consumer‑ und Enterprise‑Bereich. |
| 2009 | NAND‑Flash‑Speicher (MLC) | Multi‑Level‑Cell‑Technologie verdoppelt Speicherdichte, treibt Smartphone‑Speicher an. |
| 2006 | DDR2‑Standard | Datenraten bis 800 MT/s, reduziert Stromverbrauch gegenüber DDR. |
| 2005 | USB‑Flash‑Drive (Thumb‑Drive) | Tragbarer Flash‑Speicher wird zum Standard für Datentransfer und Backup. |
| 2000 | DDR‑Speicher (DDR‑200/266) | Ersetzt SDRAM, bietet doppelte Datenrate pro Takt. |
| 1999 | 1 Gb DRAM (PC‑3200) | Erster Gigabit‑DRAM‑Standard, erhöht Hauptspeicher‑Kapazität signifikant. |
| 1997 | SDRAM (Synchronous DRAM) | Synchronisiert mit Systembus, ermöglicht höhere Taktfrequenzen. |
| 1995 | 64‑Bit‑Adressierung (x86‑64) | Erweitert adressierbaren Speicherraum, unterstützt bis zu 16 EB. |
| 1994 | Cache‑Speicher (L2) auf Motherboard | Integrierter Level‑2‑Cache reduziert Latenz zwischen CPU und Hauptspeicher. |
| 1992 | EDO‑RAM (Extended Data Out) | Erhöht Zugriffsgeschwindigkeit gegenüber FPM‑RAM. |
| 1990 | SIMM‑Speicher (Single Inline Memory Module) | Modulare Speicherbausteine für PCs, erleichtert Aufrüstung. |
| 1985 | 1 MB RAM (IBM PC/AT) | Erster Personal‑Computer mit 1 MB RAM, ermöglichte komplexere Anwendungen. |
| 1982 | 64 KB RAM (Commodore 64) | Standard‑RAM für Heimcomputer, prägte die 80er‑Jahre‑Computerkultur. |
| 1978 | 256 KB RAM (Apple II) | Erster erschwinglicher PC mit erweiterbarem Speicher. |
| 1975 | 8 KB RAM (Altair 8800) | Früher Mikrocomputer mit austauschbaren Speicherboards. |
| 1973 | Magnetkern‑Speicher (Core Memory) | Nichtflüchtiger Speicher, dominierte Computer bis in die 1970er Jahre. |
| 1956 | IBM 305 RAMAC (Magnetplatten‑Speicher) | Erster kommerzieller Festplattenspeicher, 5 MB Kapazität, revolutionierte Datenzugriff. |
| 1951 | UNIVAC I (Magnettrommel) | Sekundärspeicher mit rotierender Trommel, 1 MB Kapazität, erste groß‑skalige Datenhaltung. |
| 1949 | Magnetkern‑Speicher (Core Memory) | Nichtflüchtiger RAM, dominiert Computer bis in die 1970er Jahre. |
| 1947 | Transistor (Bell Labs) | Ersetzt Vakuumröhren, reduziert Stromverbrauch und Größe von Rechnern. |
| 1945 | ENIAC‑Speicher (Akku‑Taschen‑Speicher) | Früheste elektronische Speicherlösung, nutzte Schalter‑ und Relais‑Technik. |
| 1938 | Lochkarten‑System (IBM) | Mechanischer Daten‑ und Programm‑Speicher, Grundlage für frühe Datenverarbeitung. |
| 1936 | Williams‑Tube‑Speicher (CRT‑Speicher) | Erstes elektronische Speichergerät, speichert Bits als Ladungen auf einem Kathodenstrahlröhren‑Screen. |
Fazit
Die Evolution des Computerspeichers verläuft von mechanischen und magnetischen Anfängen hin zu hochintegrierten, dreidimensionalen und nichtflüchtigen Lösungen. Jeder Fortschritt hat nicht nur die Datenkapazität und Zugriffszeiten erhöht, sondern auch neue Anwendungsbereiche wie KI, Edge‑Computing und zukünftige Quanten‑Systeme ermöglicht. Die Tabelle verdeutlicht, dass Speichertechnologien ein zentraler Treiber für die gesamte Weiterentwicklung der Computerarchitektur bleiben.


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